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Ratgeber Feigwarzen

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Feigwarzen
Wissenswertes zu Feigwarzen

Im Bereich Wissenswertes zu Feigwarzen werden Bezeichnungen und Begriffe im Zusammenhang mit der Erkrankung Feigwarzen erläutert. Im Glossar werden medizinische Fachbegriffe näher erklärt, die Wirkweisen sowie die Herstellung von Wirkstoffen dargestellt sowie biologische Vorgänge verdeutlicht.

Wissenswertes zu Feigwarzen

Diagnostik

alle Untersuchungsmethoden, die zur Feststellung bzw. Abklärung einer Krankheit dienen

Interferon

Botenstoff des körpereigenen Abwehrsystems, er wird z. B. bei Virusinfektionen gebildet. Interferon wird auch gentechnologisch erzeugt, um es zur Immuntherapie einzusetzen

Papillomaviren, humane

kurz: HP-Viren, verschiedene Typen von DNA-Viren, die überwiegend durch Oral- oder ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen werden. Die Niedrigrisiko-HPV-Typen können bei bestehender Infektion Feigwarzen verursachen

Viren

Krankheitserreger; da sie über keinen eigenen Stoffwechsel verfügen, sind sie von einer Wirtszelle abhängig

Zervixkarzinom

Gebärmutterhalskrebs

msf

02. April 2019
Es gibt verschiedene Warzen-Typen, die sich in Aussehen und Entstehungsort unterscheiden.
  
08. August 2014
Die Behandlung von Warzen kann sich über Wochen oder Monate hinziehen und sollte konsequent durchgeführt werden.
  
27. Januar 2009
Zur Entfernung von Warzen können z. B. säurehaltige Pflaster aufgeklebt oder eine Vereisung vorgenommen werden.
  
27. Januar 2009
Die Diagnose von Warzen erfolgt meist durch eine visuelle Untersuchung. Dabei ist es wichtig, andere Ursachen wie z. B. einen Leberfleck, auszuschließen.
  
27. Januar 2009
Warzen werden meist durch das humane Papillomavirus ausgelöst. Daher handelt es sich bei Warzen um eine Viruserkrankung.
  

Feigwarzen werden durch eine Infektion mit dem humanen Papillomavirus (HPV) verursacht, zumeist ist einer der Niedrigrisikotypen des Virus dafür verantwortlich. Dabei sind insbesondere die Zellen des Deck- sowie Drüsengewebes der Haut und Schleimhaut davon betroffen. Übertragen werden die Krankheitserreger meistens auf sexuellem Weg, d. h. über den Geschlechtsverkehr. Bis sich äußere Anzeichen der Infektion zeigen, können Wochen, Monate oder auch Jahre vergehen – bei manchen Menschen treten sie nie auf. Dennoch können auch diese Menschen ansteckend sein. Zur Vorbeugung einer Ansteckung mit HPV sollte – vor allem bei wechselnden sexuellen Kontakten – nur geschützter Geschlechtsverkehr praktiziert werden.

Feigwarzen sind durch bestimmte Viren hervorgerufene Warzen, die insbesondere im Genitalbereich auftreten und deshalb zu den Geschlechtskrankheiten gezählt werden. I. d. R. sind diese Warzen gutartige Wucherungen, welche weiß oder rötlich bzw. braungrau gefärbt sind. Sie können einzeln oder in größeren Ansammlungen auftreten. Feigwarzen werden durch die Ansteckung mit dem humanen Papillomavirus (HPV) hervorgerufen, das in Niedrigrisikotypen und Hochrisikotypen unterschieden werden kann. Der Hochrisikotyp der Viren kann u. U. das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, erhöhen. Rund dreiviertel der Bevölkerung infiziert sich einmal im Leben mit HPV. Manchmal bilden diese Ansteckungen aber keine sichtbaren äußerlichen Symptome aus.

Therapie Feigwarzen

Bei der Therapie von Feigwarzen wird zwischen der symptomatischen und der kausalen Therapie unterschieden. Die symptomatische Therapie zielt auf die Entfernung der Wucherungen. Dies erfolgt durch einen chirurgischen Eingriff, durch Vereisung oder wirkstoffhaltige Lösungen bzw. Cremes. Die Lösungen oder Cremes können Betroffene auch selbst anwenden. Substanzen wie beispielsweise Interferon oder Imiquimod aktivieren das Immunsystem, das sich dann verstärkt gegen die die Warzen auslösenden Viren richtet. Betroffene sollten mit dem behandelnden Arzt abstimmen, welche Therapie für sie infrage kommt; dies hängt u. a. von der Größe der Warzen, dem Ort des Auftretens sowie vom Status des Immunsystems ab.