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Feigwarzen
Was sind Feigwarzen?

Feigwarzen sind durch bestimmte Viren hervorgerufene Warzen, die insbesondere im Genitalbereich auftreten und deshalb zu den Geschlechtskrankheiten gezählt werden. I. d. R. sind diese Warzen gutartige Wucherungen, welche weiß oder rötlich bzw. braungrau gefärbt sind. Sie können einzeln oder in größeren Ansammlungen auftreten. Feigwarzen werden durch die Ansteckung mit dem humanen Papillomavirus (HPV) hervorgerufen, das in Niedrigrisikotypen und Hochrisikotypen unterschieden werden kann. Der Hochrisikotyp der Viren kann u. U. das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, erhöhen. Rund dreiviertel der Bevölkerung infiziert sich einmal im Leben mit HPV. Manchmal bilden diese Ansteckungen aber keine sichtbaren äußerlichen Symptome aus.

Therapie Feigwarzen

Bei der Therapie von Feigwarzen stehen unterschiedliche Therapieoptionen zur Verfügung. Die symptomatische Therapie zielt auf die Entfernung der Feigwarzen. Dies erfolgt durch einen chirurgischen Eingriff, durch Vereisung oder wirkstoffhaltige Salben, Cremes oder Lösungen gegen Feigwarzen. Die Salben, Cremes oder Lösungen gegen Feigwarzen können Betroffene auch selbst anwenden. Substanzen wie beispielsweise Grüntee-Catechine oder Imiquimod aktivieren das Immunsystem, das sich dann verstärkt gegen die die Warzen auslösenden Viren richtet. Betroffene sollten mit dem behandelnden Arzt abstimmen, welche Therapie für sie infrage kommt; dies hängt u. a. von der Größe der Warzen, dem Ort des Auftretens sowie vom Status des Immunsystems ab.

Diagnose Feigwarzen

Bei dem Verdacht auf eine Infektion mit Feigwarzen sollte ein Arzt aufgesucht werden. Zur Diagnose erfolgt zunächst die Begutachtung. Dabei spielt u. a. das Aussehen der Veränderungen und die Lokalisierung eine Rolle. Feigwarzen können einzeln auftreten, sind jedoch meistens zu mehreren anzutreffen. Bei Männern sind sie häufig am Penisschaft zu finden, bei Frauen an den Schamlippen. Jedoch können auch der Enddarm und der Darmausgang betroffen sein. Zur Diagnose kann des Weiteren ein Test mittels Essigsäure erfolgen, dabei werden auch nicht offensichtlich erkennbare Feigwarzen sichtbar. Zur Absicherung der Diagnose kann in Einzelfällen ein Nachweis der DNA des Virus vorgenommen werden.

Feigwarzen werden durch eine Infektion mit dem humanen Papillomavirus (HPV) verursacht, zumeist ist einer der Niedrigrisikotypen des Virus dafür verantwortlich. Dabei sind insbesondere die Zellen des Deck- sowie Drüsengewebes der Haut und Schleimhaut davon betroffen. Übertragen werden die Krankheitserreger meistens auf sexuellem Weg, d. h. über den Geschlechtsverkehr. Bis sich äußere Anzeichen der Infektion zeigen, können Wochen, Monate oder auch Jahre vergehen – bei manchen Menschen treten sie nie auf. Dennoch können auch diese Menschen ansteckend sein. Zur Vorbeugung einer Ansteckung mit HPV sollte – vor allem bei wechselnden sexuellen Kontakten – nur geschützter Geschlechtsverkehr praktiziert werden.

Was sind Feigwarzen?

Neben Herpes und Chlamydien sind Feigwarzen (Condylomata acuminata) – auch Genital- oder Feuchtwarzen genannt – eine der am häufigsten übertragenen sexuellen Erkrankungen. Bei den Betroffenen bildet sich i. d. R. eine Vielzahl von gutartigen Gewebswucherungen an Anus, Geschlechtsteilen oder Enddarm. Die Feigwarzen haben eine weißliche oder rötliche bis braungraue Färbung und können in der Größe unterschiedlich ausfallen. Bei einigen Patienten erinnern sie an Stecknadelköpfe, bei anderen hingegen wachsen sie zu knollenartigen Wucherungen (sog. Condylomen) aus.

Die Rolle des HPV-Virus

I. d. R. werden Feigwarzen durch die Niedrigrisikotypen des humanen Papillomavirus (HPV) verursacht. Nach dem gegenwärtigen Stand der Wissenschaft sind rund 100 verschiedene Papillomavirus-Typen bekannt, von denen Menschen befallen werden können. Neben den Niedrigrisikotypen des Virus, die Feigwarzen hervorrufen können, existieren auch sog. Hochrisikotypen (insbesondere HPV 16, 18, 31, 33, 35, 39), die krebserregend wirken, wenn sie längere Zeit im Organismus verbleiben. So können bestimmte Typen z. B. das Risiko erhöhen, an einem Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs) zu erkranken.

Die Erbsubstanz des HP-Virus, das eine Größe von ca. 55 nm aufweist, liegt als Doppelstrang-DNA vor. Es befällt einzig die Epithelzellen (Epithel = Deck- oder Drüsengewebe) der Haut resp. der Schleimhäute. Nach Einschätzung von Medizinern sind rund 70–80 % aller Menschen einmal in ihrem Leben von einer HPV-Infektion betroffen. Auch wenn diese Zahl hoch ist, ist ein intaktes Abwehrsystem i. d. R. in der Lage, eine HPV-Infektion zu bekämpfen.

Wer ist von Feigwarzen betroffen?

Laut Angaben der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) können Feigwarzen bei ca. 1 % der sexuell aktiven Menschen (durchschnittliches Alter 15–45 Jahre) festgestellt werden. Meistens treten sie jedoch bei jungen Erwachsenen auf, die zwischen 20 und 24 Jahre alt sind. Bei 10 % dieser Altersgruppe kann im Genital- bzw. Analbereich eine Infektion mit dem HPV-Virus nachgewiesen werden, obwohl keine Feigwarzen erkennbar sind. Insgesamt scheint die Zahl der Betroffenen in den letzten zwei Jahrzehnten gestiegen zu sein.

Wie sieht die Prognose bei Feigwarzen aus?

Die International Union against Sexually Transmitted Infections (IUSTI) geht in ihren für den europäischen Kontinent entwickelten Leitlinien davon aus, dass rund 20–30 % der Patienten, die einmal an Feigwarzen gelitten haben, trotz einer konsequenten Behandlung mit einem erneuten Auftreten von Feigwarzen rechnen müssen.

msf

 

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