Feigwarzen behandeln

Welche Methoden zur Behandlung von Feigwarzen zum Einsatz kommen, hängt vor allem davon ab, wie groß die Warzen im Einzelfall sind und welches Areal sie besiedeln. Doch auch der Immunstatus des Patienten sollte bei der Behandlung entsprechende Berücksichtigung finden. Grundsätzlich können zwei Therapievarianten unterschieden werden: die symptomatische und die kausale Behandlung.

Symptomatische Behandlung

Ziel der symptomatischen Behandlung ist es, bestehende Feigwarzen zu entfernen. Dies kann durch eine chirurgische Intervention, durch Kältetherapie oder das Auftragen von speziellen Cremes und Tinkturen erreicht werden. Bei der chirurgischen Behandlung werden die Feigwarzen unter örtlicher Betäubung z. B. mit Skalpell, Laserstrahl oder durch Elektrokoagulation (Gewebszerstörung mittels hochfrequentem Wechselstrom) entfernt. Diese Methoden sind zwar oft zunächst erfolgreich, doch bei etwa 75 % der Betroffenen kommt es nach einiger Zeit zur erneuten Ausbildung von Feigwarzen. Als ungünstig betrachten manche Patienten auch den Umstand, dass durch die genannten Behandlungsmethoden ggf. Narben zurückbleiben können.

Entscheidet sich der Patient gegen die chirurgische Intervention, kann er seine Warzen auch durch Betupfen mit Podophyllotoxin behandeln. Dieser Arzneistoff steht sowohl als Creme als auch als Lösung zur Verfügung. Vorteil dieser Behandlungsmethode ist, dass der Patient sie selbst durchführen kann. Nach Angaben der International Union against Sexually Transmitted Infections (IUSTI) profitieren insbesondere beschnittene Männer von dieser Methode. Im Einzelfall kann es jedoch dazu kommen, dass Schmerzen entstehen, da die Haut durch die Substanz gereizt werden kann. Patienten, die deshalb von dieser Methode absehen, können ihre Feigwarzen beim Arzt z. B. mit Flüssigstickstoff (Kryotherapie) behandeln lassen. In ca. 75 % der Fälle können durch diese in wöchentlichen Abständen durchgeführte Therapieform Erfolge erzielt werden.

Kausale Behandlung

Ziel der kausalen Behandlung von Feigwarzen ist es, die krankheitserregenden Viren unschädlich zu machen. Dazu werden Arzneistoffe wie z. B. Imiquimod oder Interferon verabreicht: Imiquimod wird in Cremeform an drei Tagen in der Woche vor dem Schlafengehen auf die betroffenen Areale aufgetragen; insgesamt umfasst die Behandlungsdauer hierbei maximal 16 Wochen. Nach Angaben der IUSTI verschwinden die Feigwarzen durch diese Behandlungsvariante, die das Immunsystem stimuliert, bei etwa der Hälfte der Betroffenen.

Auch Interferon kann in Form eines Gels vom Patienten selbst aufgetragen werden. Diese Behandlungsvariante erfolgt für eine Zeitspanne von ca. vier Wochen fünf Mal am Tag. Die Therapie mit Interferon schließt sich i. d. R. an eine chirurgische Intervention an.

Fazit

Vor der Behandlung sollte sich der Patient ausführlich vom Arzt beraten lassen, welche Behandlungsmethode die für ihn geeignete ist und welche Erfolgsaussichten sie hat. Idealerweise sollte man jedoch versuchen, erst gar nicht mit dem HPV-Virus in Kontakt zu kommen. Beim Geschlechtsverkehr – insbesondere bei häufig wechselnden Partnern – sollte daher nicht auf ein Kondom verzichtet werden.

msf

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